Genussrecht oder Genussscheine? Die Bank Schilling aus Hammelburg erklärt den Unterschied

Die Begriffe Genussrechte und Genussscheine werden selbst in vielen Finanzmedien häufig synonym benutzt – allerdings nicht ganz zurecht. Das Team Rentenhandel der Privatbank Schilling aus Hammelburg erklärt, was es mit diesen Begriffen auf sich hat – und wie dieses Finanzprodukt eigentlich funktioniert. 

Das Genussrecht ist eine insbesondere im deutschsprachigen Raum bekannte Mischform der Unternehmensfinanzierung, die eine Zwischenstellung zwischen Eigenkapital und Fremdkapital einnimmt. In der Finanzwirtschaft wird diese Form der Finanzierung häufig auch als Hybrid- oder Mezzanine-Kapital bezeichnet. Ein Genussrechtsinhaber stellt einem Unternehmen Kapital gegen die Gewährung von Vermögensrechten zur Verfügung. Im Unterschied zu Aktionären oder Gesellschaftern bleiben Genussrechtinhaber jedoch juristisch gesehen Gläubiger und sind kein Miteigentümer. Sie erwerben mit ihrer Kapitalbeteiligung somit keine Verwaltungs- oder Mitgliedschaftsrechte wie zum Beispiel Stimmrechte innerhalb des Unternehmens. Das Genussrecht wird seitens des Emittenten häufig zur Projektfinanzierung und Unternehmenssanierung, aber auch im Bereich der Mitarbeiterbeteiligung, eingesetzt.

Die Genussscheine stellen die als Wertpapier verbriefte Form eines Genussrechts dar und sind somit – bei Erfüllung der entsprechenden Voraussetzungen – an der Börse handelbar. Genussscheine nehmen in gewisser Weise eine Zwischenstellung zwischen Aktien und Anleihen ein. Ihr Erwerb beinhaltet in der Regel sowohl die Rückzahlung und Verzinsung des Beteiligungskapitals als auch eine Gewinnbeteiligung in Form einer jährlichen Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn des ausgebenden Unternehmens.

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