Grüne und nachhaltige Bonds boomen: Das Rententeam der Bank Schilling aus Hammelburg wirft einen Blick auf den ESG-Anleihemarkt

Vor dem Hintergrund des steigenden gesellschaftlichen Umweltbewusstseins rücken sogenannte grüne Anleihen zunehmend in das Interesse von Anlegern und beflügeln den Markt: Im ersten Halbjahr 2019 beliefen sich die weltweit mit Green Bonds erzielten Gesamterlöse auf 86,4 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Zuwachs von 26,2 Prozent, die Anzahl der Emissionen in diesem Segment stieg um 14,9 Prozent. Bereits im Vorjahr hatte das Emissionsvolumen ein Rekordhoch erreicht, 2018 wurde weltweit ein Jahresertrag von 132,3 Milliarden erzielt. Nicht nur aus diesem Grund lohnt sich aus Sicht des Rententeams der Bank Schilling aus Hammelburg ein genauerer Blick auf dieses besondere Anleihemarktsegment.

Bank Schilling: Green Bonds als Untergruppe der ESG-Anleihen

Grüne Anleihen oder Green Bonds sind Obligationen zur Finanzierung umweltorientierter Investitionen. Per Definition müssen die Emissionserlöse also für die Umsetzung ökologisch nachhaltiger Projekte eingesetzt werden. Zu den gängigen Finanzierungszielen zählen Umwelt- und Klimaschutzprojekte zur Eindämmung des Klimawandels oder zur Ressourcenschonung beziehungsweise der Steigerung der Energieeffizienz wie beispielsweise Windparks, Biomasse-Anlagen oder nachhaltige Abfallmanagementkonzepte.

Grüne Anleihen sind Teil des übergeordneten Marktsegmentes der ESG-Bonds, welche in Anlehnung an die englischen Begriffe Environment, Social, Governance alle Papiere umfasst, die unter Beachtung von Ansprüchen hinsichtlich der Umweltverantwortung, der sozialen Verträglichkeit und der verantwortungsvollen Unternehmensführung begeben werden. Auch die Gesamtsparte der ESG-Schuldtitel boomt und erzielte im ersten Halbjahr 2019 weltweite Emissionserlöse von 110,1 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 36,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Umweltbewusstes und soziales Handeln insbesondere in Belangen wie der Kapitalanlage gewinnt auch für institutionelle Investoren zunehmend an Bedeutung. Green Bonds oder ESG-Anleihen können aus Sicht der Hammelburger Privatbank Bank Schilling für institutionelle Anleger eine attraktive Option zur Realisierung dieser ökologischen und sozialen Selbstverpflichtung darstellen.

Der Markt wird angeführt von europäischen Emittenten

Angeführt wird der Markt der grünen Anleihen von Emissionen aus Europa – diese zeichnen sich für etwa 50 Prozent des Marktvolumens verantwortlich. Hier hat sich Frankreich im ersten Halbjahr des laufenden Jahres besonders hervorgetan und übernahm mit einem 13,4-prozentigen Marktanteil den Spitzenplatz von China, welches die vorangehenden drei Jahre der führende Emittent von Green Bonds war. Mit 11,3 Prozent haben die USA als zweitplatzierte Nation China nunmehr auf Platz drei bei den Emissionen von grünen Anleihen verdrängt. Ein Großteil der Anleihen im grünen Marktsegment wurde von Regierungen begeben (27,9 Milliarden US-Dollar), die Finanzindustrie zeichnete für ein Emissionsvolumen von 24,9 Milliarden, der Energiesektor für 19,9 Milliarden US-Dollar.

Grüne Anleihen sind aus Sicht des Rententeams der Bank Schilling aus mehreren Gründen für Anleger und insbesondere institutionelle Investoren interessant. Zum einen stellen sie im Gegensatz zu manchen anderen grünen Anlageinstrumenten eine vergleichsweise einfach zu realisierende und gebräuchliche Option im Fixed Income-Sektor dar. Aufgrund der Stückelung der von internationalen Finanzinstituten oder großen Unternehmen begebenen Green Bonds ist zudem die Einstiegshürde zuweilen recht hoch, was sie hauptsächlich für institutionelle Anleger realisierbar macht. Die aktuell noch begrenzte Anzahl an Emittenten und deren Bündelung in einigen wenigen Marktsektoren erschwert nach Einschätzung der Hammelburger Rentenprofis zwar die Strukturierung eines grünen Anleiheportfolios mit der notwendigen Diversifizierung, gestaltet sie aber insbesondere angesichts des Marktwachstums keineswegs unmöglich.

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