Der Anleger als unsichtbarer Teilhaber: Bank Schilling zu den Möglichkeiten, mittels stiller Beteiligung an Unternehmenserfolgen zu partizipieren

Unter einer Unternehmensbeteiligung oder Kapitalbeteiligung wird im Allgemeinen der Besitz eines gewissen Anteils am Eigenkapital eines Unternehmens verstanden. Mit dem Erwerb einer derartigen Beteiligung gehen für den Kapitalgeber die Rechten und Pflichten eines Anteilseigners einher, was unter anderem die Teilhabe an den Gewinnen und Verlusten des Unternehmens sowie Stimm- und Informationsrechte betrifft. Finanzielle Beteiligungen an Unternehmen insbesondere mittels über die Börse erworbenen Aktien stellen eine vergleichsweise gängige Form der Kapitalanlage dar und ermöglichen dem Aktionär als Anteilseigner die Chance auf Teilhabe am Unternehmenserfolg. Doch ein Großteil des mittelständischen Gewerbes ist nicht börsennotiert, bei über 90 Prozent aller Unternehmen in Deutschland handelt es sich sogar um Einzelunternehmen. Auch wenn in diesem Zusammenhang keine Möglichkeit einer Aktienbeteiligung besteht, bergen diese Unternehmen nach Einschätzung der Bank Schilling aus Hammelburg für Investoren doch ein nicht unerhebliches Potenzial.

Bank Schilling: Stille Unternehmensbeteiligung außerhalb der Aktiengesellschaft

Nach deutschem Recht steht eine Vielzahl an Unternehmensformen zur Verfügung, die sich jedoch im Grundsatz in die beiden Sparten der Personengesellschaften und der Kapitalgesellschaften unterteilen lassen. Zu den Personengesellschaften gehören beispielsweise das Einzelunternehmen, die OHG (Offene Handelsgesellschaft) oder die GbR (Gesellschaft des bürgerlichen Rechts). Die Aktiengesellschaft oder auch die GmbH zählen zu den Kapitalgesellschaften. Ausschließlich für Unternehmen, die in der Rechtsform der Aktiengesellschaft geführt werden, lassen sich Kapitalbeteiligungen über die Börse realisieren, für alle anderen Unternehmensformen kommt lediglich ein direkter Beteiligungserwerb beziehungsweise ein Eintritt als Gesellschafter infrage. In diesem Zusammenhang kommt häufig die stille Beteiligung zur Anwendung. Aus Sicht des Rententeams der Bank Schilling aus Hammelburg stellt die Beteiligung als stiller Partner eine insbesondere für institutionelle Investoren interessante Option dar, die einen zweiten Blick wert ist.

Stille Gesellschafter bleiben anonym

Die stille Beteiligung stellt keine Rechtsform im gesellschaftsrechtlichen Sinne, sondern ein reines Innenverhältnis dar. Zu den Besonderheiten der stillen Beteiligung gehört, dass sie für Außenstehende völlig unbemerkt verlaufen kann: Im Gegensatz zu anderen Beteiligungen wird der stille Gesellschafter weder im Firmennamen noch im Jahresabschluss genannt, auch ein Eintrag in ein Handelsregister ist nicht erforderlich. Zudem erwirbt er durch die Kapitalbeteiligung in der Regel keine zusätzlichen Verpflichtungen, aber auch keine Mitbestimmungsrechte. Trotz dieser Anonymität und Exklusion von den Entscheidungen des Alltagsgeschäftes bezieht ein stiller Gesellschafter die volle vereinbarte Beteiligung an den Unternehmensgewinnen.

Was Unternehmensgewinne und -verluste angeht, bestehen laut Bank Schilling unterschiedliche vertragliche Lösungen. Bei einer typischen stillen Beteiligung kann ein stiller Gesellschafter bis zur Höhe seiner Einlage für Verluste haftbar gemacht werden. Dem Rententeam der Hammelburger Privatbank zufolge ist es aber auch zulässig und durchaus gebräuchlich, diese Verlustbeteiligung bei einer stillen Beteiligung vertraglich auszuschließen. Die prozentuale Gewinnbeteiligung wiederum steht in Abhängigkeit zu der Geschäftsentwicklung und erfolgt ausschließlich im Fall einer positiven Unternehmensbilanz.

Während der Gesellschafter bei einer typischen stillen Beteiligung keine Mitspracherechte hat, werden ihm in einer atypischen stillen Beteiligung Kontrollrechte zugewiesen, die über diesen Regelfall hinausgehen. So kann er beispielsweise innerhalb eines vereinbarten Rahmens Einfluss auf die Geschäftsführung nehmen. Darüber hinaus wird der stille Partner nicht nur am Gewinn und Verlust, sondern auch am Vermögen des Unternehmens beteiligt. Im Gegenzug steht er auch über seine Einlage hinaus für Unternehmensverluste mit ein.

Nach Auffassung des Rententeams der Bank Schilling aus Hammelburg kann die stille Beteiligung – ob typisch oder atypisch – eine interessante Möglichkeit zur Investition in ein Unternehmen darstellen, sowohl mit der Option, sich völlig abseits des laufenden Geschäftsbetriebs zu halten als auch der Möglichkeit, gezielt Einfluss zu nehmen. Welche genaue vertragliche Ausgestaltung für den Investor am günstigsten ausfällt, muss jeweils auf Einzelfallbasis entschieden werden.

 

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