Der Anleger als Gläubiger der öffentlichen Hand – wann lohnen sich Staatsanleihen?

Staatsanleihen sind Obligationen, die von staatlichen Institutionen emittiert werden. Die Begebung der Papiere dient dem Staat als Instrument der Geldmittelbeschaffung sowohl von seinen eigenen Bürgern als auch von Seiten ausländischer Investoren. Wie bei anderen Anleihen verbrieft das Wertpapier den Rückzahlungsanspruch sowie – als Gegenleistung für die Überlassung des Kapitals für die festgelegte Dauer der Laufzeit – in der Regel jährliche Zinszahlungen an den Anleiheinhaber. Das Rententeam der Bank Schilling in Hammelburg erläutert die Besonderheiten, wenn Anleger als Inhaber von Staatsanleihen zu Gläubigern der öffentlichen Hand werden.

Bank Schilling: Die Bonität als Messgröße der Sicherheit von Staatsanleihen

So gut wie alle Staaten der Welt geben Anleihen als Mittel der Fremdkapitalbeschaffung aus. Essenzielle Bedeutung bei der Investition in Staatsanleihen kommt der Bonität des emittierenden Staates zu, da diese eine maßgebliche Kennzahl für die Sicherheit der staatlichen Schuldverschreibungen darstellt. Die Beurteilung der Bonität liegt in den Händen von Ratingagenturen – diese resümieren das Ergebnis ihrer Einstufung der Kreditwürdigkeit eines Landes in einer Buchstabenkombination, welche in der Regel von der Bestnote AAA bis zu den negativsten Ratings CCC oder D reicht. Eine erstklassige Bonität bedeutet höchste Sicherheit für die Kapitalanlage, aber in der Regel vergleichsweise niedrige Zinskupons. Obligationen von Ländern mit schlechter Bonität sind hingegen mit einem höheren Ausfallrisiko behaftet, bieten im Gegenzug jedoch auch höhere Renditen.

Das Rententeam der Bank Schilling zum Zinsänderungsrisiko

Neben diesem mit der Bonität des ausgebenden Staates verbundenen Kreditrisiko trägt ein Anleger beim Kauf einer Anleihe auch ein Zinsänderungsrisiko. Da sich das Zinsänderungsrisiko mit der Dauer der Laufzeit erhöht und Staatsanleihen häufig über Laufzeiten von zehn Jahren und mehr verfügen, ist diese Unwägbarkeit aus Sicht des Rententeams der Hammelburger Privatbank Bank Schilling ein nicht zu vernachlässigendes Kriterium bei der Entscheidung für oder gegen ein Investment in diese Gattung verzinslicher Wertpapiere.

Wie bei den meisten börsennotierten Anleihen steht die Rendite von Staatsanleihen beim Kauf fest – so denn der Anleger das Papier bis zum Fälligkeitstermin hält. Bei einem Verkauf vor Endfälligkeit kommt jedoch das mit einer Änderung des Markzinses verbundene Risiko zum Tragen. Denn insbesondere bei Laufzeiten von bis zu 30 Jahren, welche bei Staatsanleihen keine Seltenheit sind, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass sich die Zinsen am Kapitalmarkt auf demselben Niveau wie beim Erwerb der Anleihe befinden. Sind diese nach dem Abschluss gestiegen, so fällt der Kurs der Anleihe, und dem Inhaber entstehen im Fall eines vorzeitigen Verkaufs Kursverluste. Wie die Rentenexperten der Bank Schilling betonen, kann sich das Zinsänderungsrisiko jedoch auch zugunsten des Anlegers auswirken: Bei sinkenden Marktzinsen kann er mit einem Verkauf vor dem Ende der Laufzeit der Anleihe Kursgewinne realisieren.

Währungsrisiken von Staatsanleihen

Bei vergleichsweise spärlichen Renditeaussichten konservativer Anleihen ziehen Investoren gegebenenfalls auch Fremdwährungsanleihen in Betracht. Beim Erwerb von Staatsanleihen, die nicht auf Euro lauten, sollten Anleger aus Sicht von Bank Schilling in jedem Fall auch das damit verbundene Währungskursrisiko berücksichtigen. Denn die Entwicklung des Kurses der Fremdwährung ist in diesem Kontext entscheidend für den Anlageerfolg mit der Staatsanleihe. Im Fall einer Abwertung der Anlagewährung gegenüber dem Euro drohen hohe Verluste. Entwickelt sich die entsprechende Währung in Relation zum Euro jedoch positiv, so lassen sich mit auf eine Fremdwährung lautenden Staatsanleihen zusätzliche Währungskursgewinne generieren.

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