Das Rententeam der Bank Schilling informiert: Wie funktionieren Floating-Rate-Notes – und was genau sind Reverse-Floater?

Angesichts turbulenter Weltmärkte wenden sich Anleger in der Regel gern dem relativ sicheren Hafen der Anleihen zu. Eine Unsicherheit, die auch dort überdauert, ist die Ungewissheit hinsichtlich der künftigen Zinsentwicklung. Sogenannte Floating-Rate-Notes – oder kurz: „Floater“ genannte Anleihen – bieten Anlegern die Möglichkeit, gezielt auch von steigenden oder sinkenden Marktzinsen zu profitieren. Das Rententeam der Bank Schilling aus Hammelburg erklärt den Zusammenhang zwischen Anleihekursen, Zinsumfeld und den Erträgen von Floatern und Reverse-Floatern.

Bei Anleihen handelt es sich um verzinsliche Wertpapiere, mit deren Hilfe ein Emittent neue finanzielle Mittel am Kapitalmarkt aufnimmt. Dabei verbrieft eine derartige Obligation das Recht des Anleiheinhabers auf Rückzahlung in Höhe des Nennwertes der Anleihe. Der Zinsanspruch, ausgenommen bei Zero-Bonds, wird im Kupon festgeschrieben und entspricht einer Vergütung des Anleiheinhabers für die Überlassung des Kapitals für die Dauer der Laufzeit.

Bank Schilling-Rententeam: Das Zinsrisiko fest verzinslicher Wertpapiere

In der Regel bringen Schuldverschreibungen dem Inhaber einen während der gesamten Laufzeit konstant bleibenden, in den Anleihebedingungen festgeschrieben Zinsertrag. Aus diesem Grund werden Anleihen häufig auch als festverzinsliche Wertpapiere oder Renten bezeichnet. Der Nachteil von Obligationen mit fester Zinsvereinbarung: Bei steigenden Zinsen fallen deren Kurse, da sich die Nachfrage auf die neu emittierten, höher verzinsten Anleihen konzentriert, deren Kupon für die Anleger attraktiver ist. Nicht nur entgehen Inhabern festverzinslicher Anlagen die höheren Renditechancen des neuen Zinsumfeldes, aufgrund des gefallenen Kurses ist häufig auch ein Verkauf der Bestandsanleihen vor dem Ende der Laufzeit lediglich mit Verlusten möglich.

Bank Schilling: Floater als Alternative in ungewissem Zinsumfeld

Als Variante insbesondere hinsichtlich einer ungewissen Marktzinsentwicklung kommen daher Obligationen mit variabler Zinsvereinbarung eine besondere Bedeutung zu. Mittels Floating- Rate-Notes oder Floater genannten Anleihen können sich Anleger auf steigende Zinsen einstellen und von ihnen profitieren. Die Verzinsung dieser Anleihen ist an einen Referenzzinssatz wie EURIBOR (European Interbank Offered Rate) oder LIBOR (London Interbank Offered Rate) gekoppelt. Nach Ablauf jeder Zinsperiode (von bei der Emission vereinbarter Länge von jeweils drei, sechs oder zwölf Monaten) werden die Zinsen der abgelaufenen Periode ausgezahlt und der Zinssatz für die folgende Zinsperiode festgelegt. Der Zinssatz eines Floaters berechnet sich so, dass dem Referenzzinssatz ein bonitätsabhängiger Zuschlag hinzugefügt wird. Somit profitieren Anleger von steigenden Geldmarktzinsen.

Rentenexperten der Bank Schilling: Konventionelle Floater profitieren von steigenden Marktzinsen

Da bei einem konventionellen Floater die Verzinsung zusammen mit dem Geldmarktzinssatz steigt, setzen Anleger mit dieser Anleiheform somit auf ein steigendes Zinsniveau, bei sinkendem Referenzzins hingegen schwinden auch die Zinseinnahmen des Anleiheinhabers. Für Anleger in Erwartung fallender Zinsen sind daher Reverse-Floating-Rate-Notes oder kurz Reverse-Floater die Anleiheform der Wahl, da hier der variable Zinssatz mit umgekehrtem Effekt an das aktuelle Zinsniveau angepasst wird. Bei diesen Wertpapieren ergibt sich der zu zahlende Zins aus der Differenz zwischen einem relativ hohen fixen, bei der Emission der Anleihe festgelegten Basiszins und dem jeweiligen Referenzzinssatz. Je niedriger also die aktuellen Zinsen, desto höher fällt die Verzinsung bei einem Reverse-Floater aus.

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