Das Bank Schilling-Rententeam aus Hammelburg informiert: Was sind Covered Bonds und wie unterscheiden sie sich von Asset Backed Securities?

Im aktuellen Niedrigzinsumfeld sind die Zinskupons der sichersten Bonds wie Bundesanleihen oder Unternehmensanleihen mit hohen Ratings über die Jahre immer weiter gefallen. Investoren stehen vor der Herausforderung, im Fixed-Income Segment Anlagealternativen zu akzeptablen Risiken zu finden, die noch auskömmliche Renditen generieren. In diesem Kontext kommt Covered Bonds steigende Bedeutung zu. Die gedeckten Schuldverschreibungen, zu denen auch das klassische deutsche Finanzinstrument, der Pfandbrief gehört, weisen gegenüber den als vergleichsweise „risikolos“ erachteten Referenzgrößen wie Bundesanleihen oder andere Staatsanleihen mit AAA-Rating eine deutliche Renditedifferenz auf. Trotz des positiven Credit Spreads sind sie jedoch gegenüber unbesicherten Anleihen mit einer zusätzlichen Sicherheitsebene ausgestattet. Das Rententeam der Bank Schilling aus Hammelburg wirft einen näheren Blick auf diese besondere Form der Bankschuldverschreibung.

Bank Schilling: Besicherte und unbesicherte Anleihen

Von Kreditinstituten zur Fremdkapitalbeschaffung ausgegebene Anleihen werden als Bankobligationen oder Bankschuldverschreibungen bezeichnet. Die in der Regel als Selbstemission ausgegebenen Obligationen dienen der Refinanzierung des Aktivgeschäftes der Bank, insbesondere der Kreditvergabe. In diesem Zusammenhang wird zwischen gedeckten und ungedeckten Anleihen unterschieden. Während ungedeckte Anleihen ausschließlich durch die Finanzkraft des Emittenten gesichert sind, weisen besicherte Anleihen eine separate Deckungsmasse auf. Besicherte Anleihen müssen während der gesamten Laufzeit in ihrer vollen Höhe durch diese Deckungswerte – im Falle der Bankobligationen vorwiegend in Form von Grundpfandrechten oder Krediten aus dem öffentlichen Sektor – gedeckt sein. Für den Gläubiger bedeutet die Besicherung, dass seine Forderungen im Konkursfall des Emittenten vor anderen Gläubigern aus dieser Deckungsmasse bedient werden. Aufgrund des für den Anleger geminderten Risikos weisen besicherte Anleihen in der Regel niedrigere Zinskupons auf als unbesicherte Anleihen.

Bank Schilling: Erhöhte Sicherheit gegenüber Asset Backed Securities aufgrund doppelter Rückgriffsansprüche

Covered Bonds heben sich dadurch von einer anderen Form der forderungsbesicherten Wertpapiere, den Asset Backed Securities (ABS), ab, dass die der Anleihe zugrundeliegende Forderung auf der Bilanz des Emittenten und somit als Schuldverpflichtung beim Herausgeber verbleibt. Aufgrund dieser Regelung verfügen Covered Bonds über einen doppelten Ausfallschutz, denn neben den bevorrechtigten Rückgriffsrechten hinsichtlich der Sicherheiten aus der Deckungsmasse haben die Inhaber dieser Papiere zusätzlich Ansprüche gegenüber dem Emittenten selbst.

Der Gläubigerschutz von Covered Bonds wird zudem dadurch erhöht, dass die zur Besicherung genutzten Deckungswerte von anderen Assets des Emittenten getrennt behandelt werden. Im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Schuldners fließen die den besicherten Bonds zugrundeliegenden Deckungswerte somit nicht in die Insolvenzmasse ein, der Gläubiger behält zur Deckung seiner Forderungen vollständigen Zugriff auf die Sicherheiten.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.